Yoga fokussiert sich auf die Förderung des Energieflusses im Körper. Dies geschieht durch das Ankurbeln und Freisetzen unserer Energien im aktiven Yang Yoga, sowie durch das Entfernen tiefer Blockaden während dem passiven Yin Yoga.
Wenn unser Gleichgewicht ins Wackeln kommt und wir uns aus der Balance fühlen, neigen wir zu Yin oder Yang. Yin und Yang sind relative Begriffe, welche zwei verschiedene Aspekte unserer Existenz beschreiben: Yang bezieht sich auf die Sachen, welche höher und heller sind wie Berge mit gewaltigen und dynamischen Bewegungen. Yin dagegen beruft sich auf tiefere und ruhigere Sachen wie Flüsse mit passiven und fliessenden Bewegungen. Die Beiden ergänzen sich gegenseitig – Yin kann nicht ohne Yang überleben; Yang nicht ohne Yin.
Yin Yoga
Yin Yoga ist das Gegenstück zu allen bisher bekannten Yogaformen, das so genannte Yang Yoga, in welchen alle Stellungen auf Kraft ausgebaut sind. Yin ist die Praxis der Stille, in welcher alle Positionen vorwiegend im Sitzen oder Liegen ausgeführt werden. Aus diesem Grund eignet es sich daher für jegliche Altersgruppen sowie auch Übende mit körperlichen Limitationen.
In dieser regenerativen Form des Yoga werden die Stellungen von ein bis zehn Minuten gehalten, in denen man mehr und mehr in eine Position hinein sinkt. Dadurch ist es möglich in eine tiefere Schicht unseres Körpers zu gelangen, welche aus unserem Bindegewebe, der Muskelhaut sowie Muskel- und Bandapparat besteht. Wir können so Verspannungen im Körper auflösen und emotionale Blockaden beseitigen. Zudem werden die Gelenke geöffnet und der Energiefluss im Körper harmonisiert, was in Verbindung mit einer tiefen Atmung das geistige Loslassen fördert.
Die tief beruhigende Wirkung auf das Herz-Kreislaufsystem macht Yin Yoga nicht nur attraktiv für Sportler und Aktive, sondern ermöglicht auch geforderten Geschäftsleuten einfach einmal abzuschalten.
Yin Yoga & Athleten
Athleten profitieren im Speziellen von Yin Yoga in den folgenden Bereichen:
Regeneration
Das lange Halten der Stellungen hat einen positiven Effekt auf das vegetative Nervensystem und wirkt besonders regenerativ auf die inneren Organe. Der Energiefluss im Körper wird harmonisiert und ermöglicht so das Heilen allfälliger Verletzungen durch eine angemessene Blut-und Sauerstoffversorgung sowie eine einmalige Erholung.
Leistungssteigerung
Durch das sanfte Öffnen der Gelenke verbessert sich die Beweglichkeit und Blockaden im Muskel- und Bandapparat werden gelöst. Dies kann mögliche Haltungs- und Formeinschränkungen beseitigen und gibt dem Athleten eine einmalige Bewegungsfreiheit. Zudem verfeinert Yin Yoga die Selbstwahrnehmung und die begleitende beruhigende tiefe Atmung lernt dem praktizierenden Athleten, sich auf den Moment zu konzentrieren um einen klaren Kopf und Ruhe zu bewahren, selbst in den stressigsten Situationen.
Vorbeugung von Verletzungen
Da der Fokus im Yin Yoga auf einer tiefen Schicht unseres Bewegungsapparates liegt, Bindegewebe, Muskelhaut sowie Bänder, Sehnen und Knochen, gelingt es den Schülern eine tiefgründige Heilung des beanspruchten Gewebes hervorzurufen. Dadurch werden kleine, tiefe Verletzungen, welche sich noch nicht gross bemerkbar gemacht haben, geheilt, bevor sie den Sportler zu einem Trainingsstopp zwingen.
Yang Yoga
Der Ausdruck Yang Yoga wird verwendet um Yoga Stile zu beschreiben, welche das Muskelgewebe, eine höher gelegene Körperschicht, stärken. Yang Yoga beinhaltet diverse Yogaformen wie Iyengar, Power oder Vinyasa, welche meistens in den Hatha Ast, einem der 6 Yoga Hauptäste gehören.
In der Yang Anwendung üben sich die Schüler durch sogenannte “Asanasâ€, verschiedene Posen, welche meistens in eine Sequenz oder Kombination eingebaut werden. Desire in balance unterrichtet einen Forrest Yoga inspirierten Yang Stil. Diese Form des Yoga ermutigt die Praktizierenden sich mit ihrem Kern zu verbinden um nicht nur stärker sondern auch ausgeglichener zu werden. Ana Forrest, Schöpferin des Forrest Yoga, erläutert selbst:†Forrest Yoga basiert in den reichen Praktiken des Osten, angewendet für die westliche Lebensweise.â€
Die Bestandteile in unserem Körper, welche als Yang bezeichnet werden, wollen die Welt verändern anstatt sie so zu akzeptieren, wie sie ist. Oft dominiert dieser Teil mehr als das Yin in unserem Wesen. Dies insbesondere umso mehr bei Leistungssportlern, da diese tendenziell sehr ambitiöse Persönlichkeitszüge besitzen.
Häufig undiszipliniert und “auf freiem Fuss†kann zu viel Yang jedoch unserem Körper, der Seele und dem Geist mehr Leid zufügen als Gutes tun. Genau dies ist die Stelle, an welcher unsere Arbeit zusammen beginnt: In dem Enthüllen und Verbinden von Yin und Yang, dem Heiler und dem Kämpfer, um eine optimale Balance zu erzielen.


